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Archive für August 2010

Lasek Laserbehandlung

Die Abkürzung Lasek steht für “Laser-epithelial-Keratomileusis”. Bei dieser Art von Laseroperation handelt es sich um eine Alternative zur so genannten Lasik, also der “Laser-in-situ-Keratomileusis”. Mittels der Lasek-Augenbehandlung kann Fehlsichtigkeit korrigiert werden, indem die Hornhaut mit einer Art Laser-Skalpell bearbeitet und in ihrer Dicke korrigiert bzw. ausgeglichen wird. Im Unterschied zur Lasik-Technik wird bei dem Lasek-Verfahren nur die oberste Zellschicht der Hornhaut, das Epithel, abgelöst. Danach kann die mittlere Schicht der Hornhaut, das Stroma, mittels Laser behandelt werden.

Eine Lasek-Laserbehandlung bietet sich zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit an. Solche Sehstörungen sind von der Brechkraft der Hornhaut sowie der Augenlinse beeinflusst. Auch die Länge des Augapfels spielt bei solchen Art von Fehlsichtigkeit eine Rolle. Bei einer Kurzsichtigkeit ist das Auge im Verhältnis zur Brechkraft zu lang, was zu einem unscharfen Sehen auf ferne Distanzen führt. Umgekehrt verhält es sich bei der Weitsichtigkeit, bei der das Auge zu kurz ist und Dinge in der Nähe unscharf erscheinen. Bei der Stabsichtigkeit handelt es sich um eine Form der Hornhautverkrümmung, die auch als Astigmatismus bezeichnet wird. Dadurch kommt es zum Beispiel zu dem Phänomen, dass ein Patient einen Punkt als Strich sieht.

Auch bei bestimmten Unregelmäßigkeiten der Hornhaut kann eine Lasek-Laserbehandlung Erfolge bringen. Beim so genannten irregulären Astigmatismus können diese Unregelmäßigkeiten durch Lasek behandelt werden, wenn die Krümmung nicht zu stark ist. Ob eine Laserbehandlung mittels Lasek in Frage kommt, muss ein Arzt im Rahmen einer individuellen Voruntersuchung klären. Erkrankungen des Auges sowie zu starke Fehlsichtigkeit können eine Behandlung mit Lasek nicht erfolgreich oder sogar schädlich erscheinen lassen. In solchen Fällen wird ein vertrauenswürdiger Arzt von einer Behandlung mit Lasek oder durch andere Laserverfahren abraten.

Beim Lasek-Verfahren wird das Auge zunächst mit Augentropfen betäubt, manche Ärzte geben auch ein Beruhigungsmittel. Ein Lidsperrer sorgt dafür, dass das Auge bei der OP offen bleibt. Zunächst wird das Epithel vom Stroma mit einer Alkohollösung abgelöst. Das Epithel wird dann beiseite geschoben, damit die Laserbehandlung erfolgen kann: Mit einem Excimer-Laser wird die Hornhaut in die gewünschte Form gebracht, bevor das Epithel wieder über die Hornhaut geschoben werden kann. Es wächst innerhalb weniger Tage wieder an, was meist durch das Tragen therapeutischer Kontaktlinsen beschleunigt werden kann.

Der Femtosekundenlaser

Beim Femtosekundenlaser handelt es sich um einen Infrarotlaser, der unter anderem im Bereich der refraktiven Chirurgie zum Einsatz kommt. Für Techniken der Augenkorrektur stellt der Laser ein sehr vielversprechendes Einsatzmittel dar, da er sehr exakte Schnitte des Hornhautgewebes ermöglicht, wobei die Behandlung berührungsfrei durchgeführt werden kann.

Im Gegensatz zum Excimerlaser, der zum Abtragen der Hornhaut eingesetzt wird und somit ausschließlich an der Hornhautoberfläche zum Einsatz kommt, wird die Energie des Femtosekundenlasers im Inneren der Hornhaut entladen. Im Detail werden ultrakurze Lichtpulse in das Hornhautgewebe gesendet, wo sie ihre Wirkung in einer vorher genau ermittelten Tiefe entfalten. Von jedem einzelnen Lichtpuls wird ein Mikro-Plasma erzeugt, welches das Verdampfen einer Mikrometer großen Hornhautgewebekugel verursacht. Daraufhin entsteht eine Mikroblase, bestehend aus Gas und Wasser, welche sich ausdehnt und das umgebende Hornhautgewebe voneinander trennt. Es bildet sich ein Gemisch aus Wasser und Kohlendioxid heraus, welches durch epitheliale Pumpwirkung abgesaugt wird und separates Hornhautgewebe hinterlässt. Indem tausende einzelne Lichtpulse aneinandergereiht werden, entsteht ein Mikrometer feiner Schnitt im Hornhautgewebe, der wesentlich präziser ist als ein Schnitt unter Verwendung eines mechanischen Instruments.

Zur Trennung des Hornhautgewebes findet der Femtosekundenlaser unter anderem bei der LASIK-Methode Einsatz. Bei diesem Verfahren ersetzt der Laser die Hobelklinge, die beim herkömmlichen Keratom-LASIK verwendet wird, um eine Hornhautlamelle einseitig vom restlichen Gewebe abzulösen und zur Seite zu klappen, um anschließend die darunter liegende Hornhautschicht mit dem Excimerlaser abzutragen. Beim so genannten Femto-LASIK wird die Hobelklinge durch den Femtosekundenlaser ersetzt, wodurch ein wesentlich exakterer Schnitt ermöglicht wird als beim herkömmlichen LASIK-Verfahren.

Ein weiteres Einsatzgebiet des Lasers stellt das INTRACOR-Verfahren dar, eine Methode zur Behandlung von Alterssichtigkeit. Bei dieser Technik werden mit dem Femtosekundenlaser konzentrische Ringe auf der Hornhaut erzeugt, die zentriert über der Pupille liegen und eine kleine Vorwölbung der Hornhaut verursachen, wodurch die Alterssichtigkeit, auch bekannt als Presbyopie, ausgeglichen werden kann.

Neben der LASIK-Methode und dem INTRACOR-Verfahren werden Femtosekundenlaser auch bei Hornhauttransplantationen und der Behandlung von Hornhautverkrümmungen verwendet. Der Vorteil bei der Anwendung des Lasers liegt insbesondere darin, dass die Augenkorrektur berührungsfrei erfolgt und das Risiko von Infektionen und Schnittfehlern nahezu ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus können mit Hilfe des Femto-LASIK auch Betroffene mit dünner Hornhaut behandelt werden, was mit dem herkömmlichen Keratom-LASIK nicht möglich war.

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